Wirkstoff: Kupfersulfat, 980 g/kg, wasserlösliches Pulver.
Anwendung von Kupfersulfat:
* Kultur: Apfel, Birne, Quitte.
Krankheit: Schorf, Phyllosticta und andere Blattfleckenkrankheiten, Spitzendürre (Monilia), Vertrocknen.
Aufwandmenge: 100 g auf 10 L Wasser.
Brühebedarf: Frühlingsspritzung vor dem Knospenaufbruch - 2-5 L pro Baum.
* Kultur: Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Süßkirsche, Sauerkirsche.
Krankheit: Schrotschusskrankheit, Sprühfleckenkrankheit (Blumeriella), Monilia, Kräuselkrankheit.
Aufwandmenge: 50-100 g auf 10 L Wasser.
Brühebedarf: Frühlingsspritzung vor dem Knospenaufbruch - 2-5 L pro Baum.
* Kultur: Stachelbeere, Johannisbeere.
Krankheit: Anthraknose, Septoria und andere Blattfleckenkrankheiten.
Aufwandmenge: 50-100 g auf 10 L Wasser.
Brühebedarf: Frühlingsspritzung vor dem Knospenaufbruch - bis zu 1,5 L pro Strauch.

Einsatz von Kupfersulfat gegen Pflanzenkrankheiten (Anthraknose, Septoria, Blattflecken, Fäulnis):
1. Zur Frühlingsspritzung vor dem Knospenaufbruch gegen Pilzkrankheiten: Schorf, Obstbaumkrebs, Fruchtfäule, Cytospora, Septoria, Braunfleckenkrankheit, Narrentaschenkrankheit (Pflaume), Kräuselkrankheit des Pfirsichs.
Aufwandmenge: 100 g auf 10 L Wasser.
2. Zur Desinfektion durch 3-minütiges Eintauchen in die Lösung mit anschließendem gründlichem Abspülen: Setzlingswurzeln nach Entfernung von Wurzelkropf-Wucherungen; Stecklinge von Stachel- und Johannisbeeren, Himbeer-Wurzelausläufer gegen Anthraknose; Erdbeer-Ausläufer gegen Mehltau; oberirdische Teile von Stachel- und Johannisbeeren (nach dem Rückschnitt kranker Teile) gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau.
Aufwandmenge: 100 g auf 10 L Wasser.
3. Zur Bodendesinfektion durch Gießen gegen Krankheiten: "Schwarzbeinigkeit" (Umfallkrankheit) bei Kohl und Tomaten, Grau- und Weißfäule bei Tomaten, Fusarium-Welke bei Kohl, Radieschen, Rüben.
Aufwandmenge: 5 g auf 10 L Wasser.
4. Zur Desinfektion von Wunden an Obstbäumen wird eine wässrige Lösung im Verhältnis 100 g auf 10 L Wasser hergestellt.
Zur Bekämpfung von Wurzelkropf bei Obst- und Rosenpflanzen wird der Wurzelhals (nach Entfernung der Wucherungen) für 2-3 Minuten in eine 1%ige Lösung getaucht und anschließend mit Wasser abgespült.
5. Zum Besprühen vor dem Pflanzen: Kartoffelknollen gegen Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora).
Aufwandmenge: 2 g auf 10 L Wasser.
6. Zum Besprühen während der Vegetationsperiode:
Kraut- und Braunfäule an Tomaten, Kartoffeln: Aufwandmenge - 20 g auf 10 L Wasser.
Verwendung von Kupfersulfat als Düngemittel: Kupfersulfat wird 1 Mal alle 5-6 Jahre im zeitigen Frühjahr oder Herbst ausgebracht (Menge: 1 g pro 1 m²). Vor der Anwendung müssen die Kristalle gut zerkleinert und mit Erde gemischt werden. Für die Blattdüngung wachsender Pflanzen beträgt die Dosis 1-2 g Kupfersulfat auf 10 L Wasser (ein Teelöffel fasst 5-6 g).
Verwendung von Kupfersulfat zur Herstellung von Bordeauxbrühe.
Die "Bordeauxbrühe" wird seit über hundert Jahren als eines der wirksamsten chemischen Präparate zur Bekämpfung von Gartenkrankheiten eingesetzt. Am besten behandelt man Obstbäume und Sträucher vor dem Knospenaufbruch.
Die Bordeauxbrühe eignet sich auch hervorragend zur Behandlung von Blumen, da ihre Hauptwirkung in der Vernichtung von Schorf und Pilzinfektionen besteht.
Zubereitung: Die Mischung wird in einem Glas- oder Kunststoffbehälter hergestellt (Metallgefäße sind strikt zu vermeiden!).
Zunächst wird das Kupfersulfat separat aufgelöst – 100 Gramm in einer kleinen Menge warmem Wasser, dann wird die Lösung auf 5 Liter aufgefüllt. Ebenso verfährt man mit dem Kalk: 100 g Branntkalk werden in einer kleinen Menge Wasser gelöscht, die Lösung wird dann ebenfalls auf 5 Liter aufgefüllt. Die entstandene Kalkmilch sollte abgeseiht werden. Dann folgt der entscheidende Moment: Die wässrige Kupfersulfatlösung wird langsam, in einem dünnen Strahl, unter ständigem Rühren in die Kalklösung gegossen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, sollte die Flüssigkeit eine schöne himmelblaue Farbe annehmen.
Bordeauxbrühe sollte nicht aufbewahrt, sondern sofort verwendet werden.
Wichtiger Hinweis: Die fertige Mischung muss neutral oder alkalisch reagieren. Sie können dies mit einem einfachen Eisennagel testen. Tauchen Sie ihn in die Lösung; wenn sich nach drei Minuten ein roter Kupferbelag darauf bildet, ist Ihre Lösung stark sauer. Geben Sie in diesem Fall noch etwas Kalklösung zu Ihrer Bordeauxbrühe (dabei vorsichtig und gründlich rühren).
Alternative - "Burgunderbrühe"...
Wenn kein Kalk vorhanden ist, aber Waschsoda (Natriumcarbonat), kann man die Burgunderbrühe herstellen. Diese Variante des Präparats kam in Europa etwas später als die Bordeauxbrühe auf, als Soda billiger und leichter verfügbar wurde...
Sicherheitsmaßnahmen: Beachten Sie beim Arbeiten die allgemeinen Sicherheitsanforderungen und die Regeln der persönlichen Hygiene; tragen Sie Handschuhe, Schutzbrille, ein Atemschutzgerät oder eine Maske. Nach der Arbeit müssen Hände und Gesicht gründlich mit Seife gewaschen und der Mund ausgespült werden. Beim Auftreten von Kopfschmerzen, unangenehmem metallischem Geschmack im Mund, Übelkeit, Erbrechen, vermehrtem Speichelfluss usw. sofort einen Arzt aufsuchen!
Wie man eine Lösung herstellt.
❖ Wenn Sie eine 1%ige Lösung einer Substanz herstellen möchten, lösen Sie 10 g der Substanz in 1 L Wasser auf (oder 100 g in 10 L). Entsprechend enthält eine 2%ige Lösung 20 g der Substanz in 1 L Wasser (200 g in 10 L) und so weiter.
❖ Wenn es schwierig ist, eine kleine Menge abzumessen, nehmen Sie mehr, stellen Sie eine sogenannte Stammlösung her und verdünnen Sie diese dann.
Wir nehmen 10 g, stellen einen Liter einer 1%igen Lösung her, gießen 100 ml ab, füllen diese mit Wasser auf 1 L auf (verdünnen um das 10-fache), und die 0,1%ige Lösung ist fertig.
❖ Zur Herstellung von 10 L einer Kupfer-Seifen-Emulsion lösen Sie 150-200 g Schmierseife in 9 L weichem (am besten Regen-) Wasser auf. Lösen Sie separat 5-10 g Kupfersulfat in 1 L Wasser. Gießen Sie dann die Kupfersulfatlösung langsam, in einem dünnen Strahl, unter ständigem Rühren (!) in die Seifenlösung. Das Ergebnis ist eine schöne grünliche Flüssigkeit.

